Dein Buch verkaufen und vertreiben: die Möglichkeiten

Dein Buch ist gedruckt, jetzt willst du es zu den Leserinnen und Lesern bringen. Dein Buch verkaufen kannst du auf verschiedene Arten, vom Selbstverkauf bis zum Weg über den Buchhandel. Welcher Weg passt, hängt von deinem Ziel, deiner Auflage und davon ab, wie viel du selbst regeln willst.

Dein Buch verkaufen und vertreiben: die Möglichkeiten

Selbst verkaufen

Der einfachste und rentabelste Weg ist der Direktverkauf: über deine eigene Website oder deinen Webshop, bei Veranstaltungen, Lesungen und Messen oder direkt an dein Netzwerk. Du behältst die volle Marge und den Kontakt zu deinen Lesern.

Über Buchhandel und Online-Shops

Willst du ein breiteres Publikum erreichen, ist der Verkauf über Buchhandlungen und Online-Plattformen interessant. Dafür brauchst du eine ISBN und meist einen Distributor, der deinen Titel in die zentralen Bestellsysteme des Buchhandels aufnimmt.

Vertrieb und Fulfilment

  • In Eigenregie: du verschickst selbst, maximale Marge, mehr Arbeit.
  • Distributor: dein Titel wird breit lieferbar, gegen eine Provision.
  • Print-on-Demand: drucken und versenden pro Bestellung, ohne Lager.

Welcher Weg passt zu deinem Ziel und deiner Auflage? Wir denken gern mit dir über den praktischsten Ansatz für Druck und Auslieferung deines Buches nach.

Welcher Weg passt zu dir?

Dein Buch zu verkaufen ist eine Abwägung zwischen Reichweite, Marge und Bequemlichkeit. Selbst zu verkaufen bringt am meisten, kostet aber Zeit; über Geschäfte erreichst du mehr Menschen, gibst aber Marge ab. Viele Macher kombinieren beides: Direktverkauf im eigenen Netzwerk und Buchhandel für den breiteren Markt.

Was bleibt vom Verkaufspreis übrig?

Beim Verkauf über den Buchhandel geht ein erheblicher Teil des Ladenpreises an die Kette. Die Buchhandlung behält einen Händlerrabatt ein, und arbeitest du mit einem Distributor, kommt ein Prozentsatz hinzu. Was genau übrig bleibt, hängt von der Vereinbarung ab, aber rechne damit, dass dir von einem Buch im Laden deutlich weniger bleibt als von demselben Buch, das du selbst verkaufst.

Verkaufst du direkt, behältst du die ganze Marge, zahlst aber Versand, Zahlungsgebühren und deine Zeit selbst. Rechne beide Wege einmal mit deinem tatsächlichen Druckpreis durch; oft funktioniert eine Kombination am besten: direkt an dein eigenes Publikum und über den Handel für die Reichweite, die du selbst nicht hast.

Rückgaberecht und Lagerrisiko

Im Buchhandel gilt häufig ein Rückgaberecht: Was sich nicht verkauft, geht an den Verlag zurück. Für dich bedeutet das ein Risiko, das du vorab einschätzen musst, gerade wenn du eine große Auflage hast drucken lassen. Bücher, die beschädigt zurückkommen, lassen sich nicht immer erneut verkaufen.

Dieses Risiko verkleinerst du, indem du klein anfängst. Druck eine erste Auflage, die du mit Sicherheit los wirst, sieh dir an, wie es läuft, und druck nach, wenn die Nachfrage da ist. Bei uns geht das ab einem Exemplar, du musst also keine tausend Bücher auf den Dachboden stellen, um einen ordentlichen Stückpreis zu bekommen. Mehr dazu liest du in unserem Artikel über Print-on-Demand.

Häufige Fragen zum Verkaufen und Vertreiben deines Buches

Brauche ich eine ISBN, um mein Buch zu verkaufen?

Für den Verkauf über Buchhandel und Online-Shops ja. Verkaufst du nur selbst, innerhalb deines eigenen Netzwerks, ist sie nicht nötig.

Wie verdiene ich am meisten an meinem Buch?

Indem du selbst verkaufst: Dann behältst du die volle Marge. Über Geschäfte erreichst du mehr Menschen, gibst aber einen Teil des Verkaufspreises ab.

Was ist Print-on-Demand-Vertrieb?

Dabei wird dein Buch erst gedruckt und verschickt, wenn ein Kunde bestellt, sodass du kein Lager halten musst.

Brauche ich einen Verlag, um mein Buch zu verkaufen?

Nein. Im Eigenverlag zu veröffentlichen funktioniert bestens: Du regelst ISBN, Druck und Verkauf selbst. Ein Verlag nimmt dir Arbeit ab und bietet Reichweite, behält dafür aber auch einen Teil des Erlöses.

Wie komme ich in den Buchhandel?

Über einen Distributor, der dein Buch in die zentrale Bücherdatenbank aufnimmt. Buchhandlungen bestellen daraus. Ohne ISBN und ohne Distributor kannst du nur mit einzelnen Geschäften Absprachen treffen.

Was du regelst, bevor du dein Buch verkaufen kannst

Bevor eine Buchhandlung oder ein Onlineshop dein Buch bestellen kann, muss es in den Systemen des Handels auffindbar sein. Das beginnt mit einer ISBN und der Meldung deiner Titeldaten: Titel, Autor, Preis, Ausstattung und Erscheinungstermin. Informationen zur ISBN und zur Pflichtablieferung findest du bei der Deutschen Nationalbibliothek. Denk außerdem vorab über die Auflage nach: Verkaufst du selbst in kleinen Stückzahlen, kannst du nachdrucken, sobald der Vorrat zur Neige geht; gehst du über den Buchhandel, muss Ware liegen und du trägst das Remissionsrisiko. Was eine sinnvolle Auflage ist, steht unter Bestellung und Lieferung.